| Klima Kalima (Kalle Kalima, guitar –
Oliver Potratz, bass – Oliver Steidle, drums) is an energetic jazz
trio with an expressive and original sound. The music is, however, rooted
in the tradition of modern jazz. band plays mostly Kalle Kalima´s
compositions. The band has released a debut album, "Helsinki on my
mind", at ZYX Music in 2004. The second cd "Chasing Yellow"
came out out in september 2007! at enja records. The new cd „Loru“
will come out in February 2010. www.jazzrecords.com/enja
and www.myspace.com/klimakalima
Umwerfend: Das Konzert von Klima Kalima
Wie sich inspiriertes Zusammenspiel – bei teilweise auskomponierten
Stücken! – anhört, war dann beim schlicht begeisternden
Konzert des mit Krawatten auftretenden Trios Klima Kalima zu bestaunen.
Selten hat man sinnliche Spiellaune und intelligente Arrangement-Architekturen
sich so in gegenseitiger Spannung haltend gehört. Bei dieser Musik
gibt es nur ein Tabu: konventionell ausgelatschte Hörerwartungen.
Das ist aber fern von jeder akademischen Anämie. Mit Witz und Punk-Ansatz
wird hier auch der Gossenklang realer Welterfahrung integriert. „FC
Tango Wuppertal“ ist so ein Stück. Gerade weil hier die sattsam
bekannten Tango-Figuren gleichsam nur noch als vergessene Idee musikalisch
angetupft werden, bekommt das solcherart skelettierte Genre wieder den
ihm eigentlich innewohnenden Rausch des Begehrens zurück. Sinnlichkeitsfieber
auf Lücke gespielt.
Und genau das zeichnet auch das ungeheuer ökonomisch-intensive Gitarrenspiel
Kalimas aus, der Töne in allen Härtegraden eher setzt als exzessiv
zelebriert. Dabei hat er in Oliver Steidle einen kongenialen Schlagwerker
gefunden, der einen bewundernswert eigenen Stil entwickelt hat und grandios
vor allem auch mit Holzteilen und Fassungen seiner Trommeln spielt. Darunter
legte Oliver Potratz mit seinem Bass ein tief flimmerndes Beben, das dem
Trio die vermittelnde Dichte der oft schrill schräg voneinander abgesetzten
Spiellagen gab. Was für eine schöne Geste war dann die letzte
Zugabe der Band: eine innige Version von „Summertime“ als
Referenz an die jungen Musiker des nachmittäglichen Workshops, die
mit großen Ohren fast alle im Saal saßen.
(Schorndorfer Nachrichten, 7.4.2009, Thomas Milz)
Klima Kalima stiegen zum Gipfel
Klima Kalima im Goethe-Institut. Kalle Kalima, Gitarre, Oliver Potratz,
Kontrabass und Oliver Steidle, Schlagzeug.
KONZERT. Ausgezeichnet. Klima Kalima ist dieser Tage
eine überwältigend gute Band. Ausdrücklich die Band, nicht
der Gitarrenvirtuose Kalle Kalima und seine Begleiter. Auch nicht die
lässig-schwungvolle Improvisationsmusik, die Kalimas zweites Trio
Johnny La Marama betreibt.
Klima Kalima arbeitet schon seit sieben Jahren zusammen. Die momentane
Position der Gruppe zeigt, dass sich Ausdauer auch in der auf Projekten
aufgebauten Jazzwelt auszahlt. Zu Beginn ihrer Zeit waren die verworrenen
Ideen Klima Kalimas noch nicht vollständig artikuliert, doch nun
sind die Werke der Band geschliffen und ihr lässiger Elan ist gefunden.
Klima Kalima, Kalimas Persönlichkeit, die Kompositionen und das Gitarrenspiel
schaffen eine Vorstellung, etwas Unakademisches, eine Impulsivität,
eine richtig akzentuierte Instinktabhängigkeit, aber auch ein durch
Disziplin gekröntes Ergebnis.
Das, was man zuallererst als Durcheinander zu hören bekommt, entpuppt
sich schließlich als absichtliche, brillante Sache.
Kalimas neue Kompositionen sind auch ein Schritt nach vorne. Oft wurden
sie inspiriert durch Absurditäten, aber auch durch absolut menschliche
Geschichten oder Ideen.
Seine Stücke mit erstaunlichen Wendungen öffnen die Tür
zu einer neuen Welt. Kalima kann ein beträchtliches Spektrum an stilistischen
Vorstellungen zusammen stellen und daraus eine eigene einheitliche Sichtweise
bilden.
Die ganze Band zeigte eine fantastische Leistung mit hervorragender Interaktion.
Und dies trotz des kleinen Konzertsaales des Goethe-Institutes, wo die
Akustik nicht gut war und in den nicht alle, die wollten, die Möglichkeit
bekamen, dem Konzert zuzuhören.
(Helsingin Sanomat, 18.1.2009, Jukka Hauru)
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